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André Kostolany Die Kunst über Geld nachzudenken

 André Kostolany

„Die Kunst über Geld nachzudenken“

– Buchvorstellung –

Über den Autor:

André Kostolany wurde 1906 in Budapest, Ungarn als Sohn einer sehr wohlhabenden Industriellenfamilie geboren.

Ursprünglich wollte er Kunstkritiker werden, was aber nicht auf die Gegenliebe seines Vaters stieß. Dieser sah ihn eher in einem wirtschaftlichen Beruf, weshalb er ihn zu einem befreundeten Börsenmakler nach Paris schickte, um dort eine Lehre als Börsenmakler zu absolvieren. Dies waren seine ersten Schritte am Börsenparkett und bereits in jungen Jahren war er ein erfolgreicher Makler und Spekulant.

Nach Ausbruch des zweiten Weltkriegs musste er aufgrund seiner jüdischen Wurzeln Paris verlassen und in die USA flüchten. Dort war er als Generaldirektor eines Finanzdienstleistungsunternehmens tätig.

Nach dem Krieg kehrte er nach Paris zurück. Dort schrieb er zahlreiche Kolumnen, hielt unzählige Vorträge und schrieb insgesamt 13 Bücher zum Thema Börse. Dadurch erlangte er den Ruf eines Börsengurus wie wir ihn heute kennen.

Immer wieder nahm er in wirtschaftspolitischen Diskussionen eine kontroverse Stellung gegenüber dem Mainstream ein. Unter anderem warnte er eindringlich vor dem „Neuen Markt“ und der sich abzeichnenden Blase. Letztendlich behielt er – wie wir heute wissen – im Gegensatz zu seinen Kritikern recht.

Kostolany starb am 14. September 1999 in Paris an Herzversagen.

Auch nach seinem Tod werden seine Börsenweisheiten, die zeitlose Gültigkeit besitzen, in der Presse, den Medien und in Büchern zitiert. 

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Über den Inhalt:

Der Fokus dieses Buches liegt auf der Börsenpsychologie der handelnden Akteure auf den Börsen sowie auf den Marktmechanismen, die sich durch diese Akteure im Zusammenspiel mit dem Markt herausbilden.

Laut Kostolany gibt es im Wesentlichen nur zwei Faktoren, welche die Börsenkurse beeinflussen können:

Eines ist die Menge an Geld, die in einem Markt durch Käufer und Verkäufer bewegt wird. Das andere ist die Phantasie, welche die Anleger für die Entwicklung eines Wertes oder eines Marktes entwickeln müssen.

Nur wenn diese beiden Faktoren zusammenspielen führt das letztendlich zu sich verändernden Kursen.

Er erweitert diese beiden Faktoren um einen dritten wesentlichen Faktor, um an der Börse erfolgreich zu sein und fasst diese drei Faktoren zu den „drei Gs“ zusammen: Geld, Gedanken und Geduld.

Diese Theorie deckt sich mit dem von ihm schon früher vorgestellten Zyklus, der später unter der Bezeichnung „das Ei des Kostolany“ bekannt wurde. Im Grunde besagt es, dass eine Kursentwicklung eine immer wiederkehrende Abfolge von Über- und Untertreibung ist und damit auch Käufe und Verkäufe einhergehen. Das führt wiederum zu entsprechenden Kursanstiegen beziehungsweise zu Kursabfällen.

Kostolany beschreibt im ersten Teilen des Buches die verschiedenen Anlegertypen vom „Trader“, über den „Spekulant“ hin zum „Investor“ sehr anschaulich und erklärt die wesentlichen Unterschiede. Er selbst hat sich übrigens nie als Investor gesehen, sondern immer als „Spekulant“.

Gespickt ist jedes Kapitel mit Anekdoten aus fast einem Jahrhundert Börsengeschichte, welche eine gekonnte Illustration seiner Theorien und Denkansätze darstellen.

Er erzählt von Zeiten des Wirtschaftsaufschwungs genauso wie von Wirtschaftskrisen, dem Aufstieg und Fall der ganz großen Börsenmagnaten, den ganz riskanten und großen Spekulationen, die er selbst gemacht oder miterlebt hat. Er erzählt von Chancen und Gelegenheiten, wie man sie nur einmal im Leben bekommt und wie man sie nützen muss, um als Gewinner auszusteigen.

Durch seinen lockeren Schreibstil und seine Fähigkeit auch komplexe wirtschaftliche Zusammenhänge leicht verständlich darzustellen, kann man sich ein gutes Bild der Börsengeschichte machen, die er in diesem Buch erzählt.

Über das Buch:

Das Buch erschien posthum erstmals im Jahr 2000 im Econ Verlag unter der ISBN: 3-548-36928-6. Derzeit ist es als Paperback sowie als Kindle e-book erhältlich:

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Meine Meinung:

Was macht dieses Buch so besonders und herausragend für mich?

Hier bekommt man für nahezu kein Geld eine ganze Menge an Lebens- und Börsenerfahrung. Kostolany erzählt in seinem Buch nahezu über ein Jahrhundert Wirtschaftsgeschichte.

Heute werfen „Börsenexperten“ in den Medien sehr häufig mit seinen Zitaten um sich, als würden sie damit die Kurse in die Höhe treiben können. Tatsache ist, dass Kostolany im Gegensatz zu vielen anderen Börsenexperten, nicht nur eine, sondern gleich mehrere Wirtschaftskrisen durchlebt hat. Auch er hat dabei zeitweise sehr hohe Verluste einstecken müssen. Trotzdem konnte er diese Verluste als Lernerfahrung verbuchen. Mit diesem Buch kann man auf unterhaltsame Weise auch daran teilhaben.

Es ist auch eines jener Börsenbücher, welche ich als Taschenbuch in meinem Bücherregal stehen habe. Es erinnert mich immer daran, was alles an der Börse geschehen kann. Nach dem Motto: „Nichts ist unmöglich – nicht einmal das undenkbare.“

„Die Kunst über Geld nachzudenken“ ist im Grunde genommen die Kunst über sich selbst nachzudenken. Welcher Anlegertyp bin ich selbst? Wie reagiere ich in den verschiedenen Situationen an der Börse? Das sind die wesentlichen Fragen, mit denen sich Kostolany in diesem Buch auseinandersetzt und mit der sich auch der Leser dieses Buches auseinandersetzen sollte.

Geschichte wiederholt sich immer wieder – egal ob Tulpen, Neuer Markt oder Bitcoin. Diese Begriffe sind austauschbar – nicht aber die Mechanismen des Marktes und die Psychologie der Anleger – die dahinterstecken.

Es ist wohl oder übel eines der Grundprinzipien der Menschheit:

Die Menschheit scheint immer wieder dieselben Fehler zu machen und nichts daraus zu lernen. Nur das Individuum an sich kann aus seinen Erfahrungen die richtigen Lehren ziehen.

Die Börse ist ein Spielfeld der menschlichen Psyche. Nirgends wird die Natur des Menschen offensichtlicher. Hier kann das Zusammenspiel von Gier und Angst tagtäglich miterlebt werden. Und man kann sogar eine Wette darauf abschließen!

Bei mir hat das Buch die Lust an der Börse und an der Spekulation gesteigert. Vor allem hat es auch das negative Bild des oft verteufelten und negativ besetzten Begriffs „Spekulant“ relativiert.

In diesem Sinne: Viel Spaß beim Lesen und erfolgreiche Spekulationen!

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